Der Naturgarten
Ein Naturgarten kann wild aussehen, muss er aber nicht! Vielfalt ist gleich Stabilität1, die Biodiversität ist ein unverzichtbarer Bestandteil der komplexen Welt. Symbiosen unterstützen sich, und vielfältige Interaktionen begünstigen eine Balance in einem lebendigem System.2 Ein "Gärtnerisch geordnetes Durcheinander" für ein gesundes, pflegeleichtes Gefüge. Nebenbei ist das Gärtnern mit Permakultur-Prinzipien ressourcenschonender, als die klassische Anbauweise.
- Kleine Flächen haben ein riesiges Potenzial! Kleingärten sind die Hotspots der biologischen Vielfalt im besiedelten Raum.
- Zu Permakultur bewusste Gestaltung der Flächen mit Kreislauffokus. Die Ethik im Naturgarten: ist zukunftsfähig und Bio weiter gedacht - also bis zum Kreislaufende designt, gepflegt und bewirtschaftet.
- Wildtiere brauchen: Zuhause, Futter und Nistmöglichkeiten
Ein Naturgarten auf Basis der Permakultur-Ethik angelegt und gepflegt, ist gut für die Artenvielfalt, erholsam für den Menschen und wunderschön!


NATURGARTEN-GRUNDSÄTZE:
Torf- und Giftfrei
- Biologisch düngen,
- Baumaterialien möglichst regional beziehen und
- Kunststoff vermeiden
Heimische Pflanzen verwenden
- lt. Naturgarten e.V.3 bei den Zierpflanzen mind. 50% heimischer Wildpflanzenanteil, ich empfehle 90% anzustreben, das bedeutet auch: Begrenzung von invasiven Arten.
- Die mit großem Abstand größte Fülle an Blütenpflanzen finden wir auf magen Böden. Es lohnt sich, magere Orte im Garten zu nutzen und zu erweitern.
Blüten von Frühling bis Winter
- Gestalten mit verschiedenen Pflanzenfamilien, z.B. geophyten. Natura DB ist eine tolle Unterstützung.4
- Tiere pflanzen: es gibt generalistische Insekten und sehr spezielle, die sich nur von einer bestimmten Pflanze, bzw. dem Pollen und Nektar, ernähren.5
Vielfalt feiern
- artenreicher Krautsaum unter deiner Hecke,
- mehr Toleranz im Garten z.b für sogenannte Unkräuter.
- Modellierung des Geländes für unterschiedliche Lebensräume, Mikroklima und verschiedene Strukturen (Blätterhaufen, Steinpyramiden, Totholzhecke, ...).6
Umsichtig gärtnern und extensive Pflege
- Naturfördernde Pflagemaßnahmen, wie verblühte Pflanzenteile möglichst lange stehen lassen.7
- Wenn entkrautet wird, dann am besten im Spätsommer und Herbst. Invasive Arten, wie die kanadische Goldrute, empfehle ich ab April alle 2 Monate auszusortieren.
- Statt Einheitsrasen ein Blumenkräuterrasen, Pflege mit einer Mosaik- oder Staffelmad, am besten mit der Sense.
Kreisläufe schließen für die Nachhaltigkeit
- Biologische Masse im Garten halten und kompostieren,
- Regenwasser das nicht auf der Parzelle gesammelt wird, oberflächlich in den Boden einsickern lassen.
- Für Wildtiere: Zuhause, Futter und Nistmöglichkeiten schaffen. Nur dann können sie ihre Lebenskreisläufe schließen und überleben.
Genussmomente!
- Super für Insekten: Salat-, Kohl-, Allium-Gewächse (wie Lauch), Kräuter etc., ausblühen lassen. Essbar für Menschen und Insekten!
- Naschsäume für die Menschen
- Entspannen und TV schauen: Regen TV, Vogel TV, Insekten TV, ..... Deep Reality, die entspannt.
Raum lassen, damit die Natur wirken und sich entfalten kann.
Im Zweifel: Hände weg!