Ziel
Die Mitarbeiter eines ambulanten, häuslichen Palliativteams äußern ihre Wünsche und Bedürfnisse hinsichtlich eines Team-Abschiedsrituals für verstorbene Patienten. Wir lernen uns besser kennen und bilden eine gemeinsame Kultur aus.
Prozessmodell
Alpha-BADUZ1 (Alpha bezeichnet hier einen Beginn bzw. den konkreten Impuls für das Projekt als Startpunkt)
Ethischer Schwerpunkt
People Care: bei der Begleitung von nicht mehr heilbaren Menschen ohne professionelle psychologische Unterstützung, brauchen wir Rituale um zu Verarbeiten.
Wie habe ich permakulturell gearbeitet?
Klares Vorgehen bei der Vorbereitung durch den Prozessleitfaden. Sehr gut gewähltes Setting und Zeitpunkt (innerhalb eines Teamtages, der von einer professionellen Moderatorin geleitet wurde), den ich vorher abgesprochen habe, inklusive Wünsche. Mir wurde bei der Reflexion mit den sozialen Looby-Prinzipien bewusst, dass ich schon sehr viel von der neuen "Kulturschaffung" umsetze. Es war ein Feldversuch, um neue Kultur zu generieren - angelegt auf Basis der Permakulturwerkzeuge- und Prinzipien. Ich habe damit nicht nur mit der Gruppe die Antwort auf eine konrete Frage gesucht, sondern im tieferen Sinne eine gemeinsame neue Kultur inspiriert, die sich entwickeln kann.
AHA´s und Gestaltung
Systemisches konsensieren und meine Moderation mit den 8 Schilden2 hat wunderbar funktioniert. Wir kamen gemeinsam ins Träumen und es wurde deutlich, welchen Konsens die Gruppe findet. Das wichtigste AHA für mich: während des systemischen Konsensierens haben alle Kolleg*innen sich gegenseitig in ihren Bedürfnissen zugehört, statt zu streiten. Stattdessen: lachten wir gemeinsam, spannen Ideen und merkten, was uns verbindet indem wir Sachen ausschließen.
Es war ein blinder Versuch mit Menschen, die noch nie im Kreis zusammen gesessen sind. Und es funktionierte so berührend gut! Die Methode des systemischen Konsensierens ist seitdem für mich eines der wertvollsten sozialen Permakultur-Werkzeuge.
