Carolin Herrlich · Herrliche Permakultur Copyright © 2025 Claudia Große Wiesmann. Licensed under CC BY-NC 4.0. Copyright © 2025 Claudia Große Wiesmann. License: CC BY-NC 4.0. https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/. Format: image/svg+xml. Date: 2025-02-25.

Alltagskultur

Eine menschliche Kultur ist begründet in unserer gemeinsamen Wertebasis und unseren Normen. Sie wird weitergegeben, gepflegt und geprägt. Wir geben dem Bedeutung, dem wir Raum geben.

Ich wünsche mir eine wertschätzende, inklusive Kultur mit Fokus auf das, was uns eint. Das größte Potenzial, oder auch Hebel der Transformation, sind meiner Meinung nach "tiefe Strukturen", wie zum Beispiel essen, schlafen, singen. Eine neue Kultur bildet sich nicht über Nacht aus, aber immer aus tiefer Überzeugung.

Welche Kultur möchtest Du spüren?

Rhythmischer Alltag

Ich möchte auf mich achten und mich nicht vernutzen. Nach dem Modell der 8 Schilde versuche ich zyklisch zu leben. Was brauche ich im Feld der Entwicklung, zwischen An- und Entspannung?

Mein persönlicher Alltags- und Büro-Rhythmus orientiert sich eher an einem 7-tägigen Rhythmus und, als menstruierende Person, am Monatszyklus. Meine Gartenzeit folgt schon seit Jahren einem 2-wöchigen Rhythmus-Fenster, in dem ich Aussaat, Anzucht, Pflanzen, Pflege- und Düngemaßnahmen plane. Innerhalb von 14 Tagen eine passenden Zeitpunkt und günstige Umstände zu finden, ist für mich eigentlich immer irgendwie möglich.

Ich versuche den Alltag als Fluss zu sehen, nicht abgehakte ToDoś. Das gelebte Leben ist nie ganz fertig, und Prozesse laufen gleichzeitig. Starte wirkungsvoll mit folgenden Inspirationen: große Ziele verfolgen in kleinen Schritten. Minimalismus einladen: Leben nach der 80/20-Regel1. Den Alltag nicht zu einschleifen lassen, regelmäßig Neues ausprobieren. Bleib Neugierig, lass Dich leiten und warte nicht auf morgen.

Dafür ist das Leben zu kurz.

Alltag in der Küche: Carolin Herrlich und Nathalie Vordenbäumen im ToGenJi. Stehen strahlend vor dem Herd.
Alltag in der Küche: Carolin Herrlich und Nathalie Vordenbäumen im ToGenJi. Kurszeit! © Carolin Herrlich, 2025. CC-BY-SA-4.0.
Korb auf einem Fahrrad, mit Gartenkelle. ausgegrabene blühende Frühjahresblüher in lila. Gerettete Pflanzen von einem Schrebergartenabriss.
Korb auf einem Fahrrad, mit Gartenkelle. ausgegrabene blühende Frühjahresblüher in lila. Gerettete Pflanzen von einem Schrebergartenabriss. © Carolin Herrlich, 2025. CC-BY-SA-4.0.

Rituale zelebrieren

Mit bewussten Ritualen würdige ich meine Zeit und gebe den Dingen darin Bedeutung, statt sie wie eine Maschiene abzuarbeiten.

Meine wichtigsten Rituale im Alltag sind:

  • „guter Start in den Tag“ zelebrieren.
  • einmal am Tag rausgehen, verbinden. Mond-, Sonne-, Erde-, Pflanzen-, Insekten-, Regen-, Wald-, Pilz-, oder Vogel-TV gucken.
  • täglich die wichtigsten Erlebnisse aufschreiben. Das mache ich in meinem Bullet Journal, 2 Sätze Dankbarkeit gegenüber der Fülle, ist mein „guter Abschluss“ des Tages.

Weitere Inspirationen: Ruhige Nachmittagsstunde mit Gemüüüütlichkeit. Mir selbst vorlesen am Abend. Aromaöle oder anderen Reize nutzen: basale Stimulation, Atmosphäre schaffen.

Pflegen & Wertschätzen: Pflege ist ein Ritual der Würdigung. Ich lerne so langsam, was „Pflegenutzen“ bedeutet. Nach dem Experiment, mir 3 Jahre lang konsequent gar keine Kleidung zu kaufen, fühlte ich mich nicht mehr wohl in unpassenden und synthetischer Klamotten. Aktuell habe ich tatsächlich eher gute Second-Hand- und Funktions-Kleidung, die mir passt. Ich beschäftige mich mittlerweile viel mehr mit der Frage: wie kann ich die Lebensdauer meiner Kleidung qualitativ verlängern? Das gilt natürlich auch für den Körper und viele andere Bereiche.

Mini - Impulse: Alltagsgegenstand ganz neu und innig betrachten2. Platz schaffen, regelmäßig.

John Kabat Zinn: "Die kleinen Dinge. Die kleinen Momente. Die sind nicht klein.“