Umsetzung und Pflege
Umsetzen bedeutet: in die Realität bringen, ganzheitlich Handeln und oft auch experimentieren! In der Permakultur erfüllt ein Element oft mehrere Funktionen. So kann das Bauen einer Komposttoilette nicht nur bedeuten, meinen Nährstoffkreislauf zu schließen. Für die Umsetzung lade ich gezielt andere Menschen ein. Gemeinsam lernen, werkeln und lachen; daraus kann das nächste Projekt oder noch viel mehr entstehen!
Eine logische Abfolge – eine Umsetzungsplanung - hilft uns, die Ressourcen wie finanzielle Mittel oder Materialien im Blick zu haben oder auch passend auf Kleinanzeigen zu stöbern.
Beispiel: Einen Obstbaum pflanzen
1. Jahr
- Sonnenblume pflanzen = Standortthese prüfen
2. Jahr
- Küchenabfälle an der Pflanzstelle vergraben.
- Im Herbst Stecklinge für die Obstbaumgilde schneiden, z.B. Johannisbeeren, Muskatellersalbei oder Fette Henne.
- Recherche zu regionalen, evtl. seltenen alten Obstbaumsorten.
3. Jahr
- Im Frühjahr die Baumscheibe von Gras befreien und eine Gründüngung als Vorbereitung anlegen.
- Baumschule des Vertrauens finden und Obstbäumchen adoptieren. Im Herbst den Baum wurzelnackt einpflanzen und die Obstbaumgilde anlegen.
- Mulchen und freuen!


Proaktives Pflege-Nutzen ist eine innere Haltung, die wir wieder entwickeln dürfen. Wie behandle ich meine Sachen, die Erde und Mitmenschen möglichst schonend? Spurlosigkeit üben und doch meinen individuellen Abdruck hinterlassen auf dem Trampelpfad, den ich täglich benutze. Bewusst, achtsam und mit Liebe!
Jede Veränderung, die wir heute vornehmen, wird ein Teil zukünftiger Entwicklung sein.
Prof. Dr. Maja Göpel