Carolin Herrlich · Herrliche Permakultur Copyright © 2025 Claudia Große Wiesmann. Licensed under CC BY-NC 4.0. Copyright © 2025 Claudia Große Wiesmann. License: CC BY-NC 4.0. https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/. Format: image/svg+xml. Date: 2025-02-25.

Prinzipienset von David Holmgren

💥Ist mein Design, sind meine Gestaltungsüberlegungen ähnlich einem Ökosystem, verknüpft und gut durchdacht?

🗝️ HOLMGREN-PRINZIPIENSET

Die 12 Holmgren-Prinzipien sind Fingerzeige, Daumenregeln und „Goldstandards“, die in den 70er Jahren formuliert wurden und sich bis heute bewährt haben, um eine resiliente Gestaltung sichtbar zu machen und aufzubauen. Ich empfehle, die 12 Prinzipien bei einem ganzheitlichen Design (beispielsweise eines ganzen Gartens oder Projektes) anzuwenden und zu prüfen, also als komplettes Set zu verwenden1. Es macht natürlich auch Spaß, sich einzelne Prinzipien heraus zu picken. Ich entdecke regelmäßig neue Facetten und Ideen darin!

🌀 Prinzipien und Beispiele

  • 1. Beobachte und interagiere
    • Prinzip bei der Standortwahl von Pflanzen anwenden,
    • Nachbarn helfen.
  • 2. Sammle und speichere Energie
    • Regenwasser leicht erhöht auffangen und zur passiven Bewässerung nutzen,
    • Aufschreiben von motivierenden Gedanken.
  • 3. Erziele eine Ernte
    • Nahrungsmittel,
    • Naturbeobachtung,
    • Wissensaustausch.
  • 4. Lass die Natur regulieren und lerne aus Feedback

    Ökosysteme regulieren sich selbst und sind sehr produktiv.

    • Bewährt ist, den biologischen Pflanzenschutz durch Mischkultur und Nützlinge zu fördern.
    • Aktiv Feedback einbauen durch eine bewusste Reflexion. Was lief gut, was nicht?
  • 5. Nutze und schätze erneuerbare Ressourcen und Dienstleistungen
    • Handarbeit,
    • Wind und Sonne, Erdwärme,
    • Regenwürmer als Mitgärtner und Bodenaufbauer unterstützen.
  • 6. Erzeuge keinen Abfall

    = Kreislaufwirtschaft!

    • Cradle2Cradle,
    • Strohballen- und Lehmbau,
    • IDGś
  • 7. Gestalte vom Muster zum Detail
    • Muster: Wo ist die Betreuung des intensiven Nutzgartens einfach und wieviel Beetfläche brauche ich?
    • Detail: Beetaufbau und Pflanzen
  • 8. Integriere mehr, als Du trennst
    • Eine Laube kann genutzt werden zum Aufbewahren, Dachflächenwasser sammeln und Anbau an der Südseite.
    • Im sozialen Bereich ist es wichtig, barrierearm und integrativ zu gestalten.
  • 9. Nutze kleine und langsame Lösungen

    Alles braucht seine Zeit und gesundes Wachstum auch! Mit kleinen Veränderungen können wir den Überblick behalten, Funktionsweisen begreifen und Schäden verhindern. Z.b.

    • langsames Gestalten des Gartens in Jahresetappen, zuerst Gehölze und ein paar Dauergemüsebeete anlegen. Danach Baumscheiben, Gemüsebeete und ein Kompostsystem etablieren.2
  • 10. Nutze und schätze Vielfalt

    Essbare Landschaften sind reizvoll, weil die Diversität übers Jahr auf dem Teller einladend ist und die Gestaltung oft dem 7-schichtigen Waldgartenprinzip folgt.

    • vielfältiger Speiseplan durch die Jahreszeiten
    • Vertikale Nutzen mit Spalieren und hohen Bäumen
    • Multi-Habitat-Landschaft
  • 11. Nutze Randzonen, und schätze das Marginale

    Artenreiche Säume schaffen, wie:

    • Gewässerränder,
    • Mauerkronen und-füße gestalten,
    • Beetbegrenzung als Nützlingsaufenthaltsorte.
    • Und Randzonen wie den Wegesrand als Naschsäume nutzen! :)
  • 12. Reagiere kreativ auf Veränderungen

    In der Veränderung die Chance auf Verbesserung sehen:

    • Klimawandel = Pflanzenwandel, spezielle Nischen.
    • Oder ein umgestürzter, alter Obstbaum wird zum absoluten Highlight-Habitat im Garten.
Kursmitte des Stuhlkreises. Kerze und Gegenstände. Ein Kreis ist darum gelegt aus den 12 Prinzipien.
Bei Kursen immer dabei: Die 12 Prinzipien von David Holmgren. © Carolin Herrlich, 2026. CC-BY-SA-4.0.
Gestaltungsprinzipien als buntes Poster und Übersicht. In der Mitte die Ehiken und im äußeren Kreis angeordnet die bekannten Icons mit den Prinzipien.
Gestaltungsprinzipien als buntes Poster. © PermaculturePrinciples.com. CC BY-SA 3.0.

z.b. Schnecke als Icon bei "Kleine und langsame Lösungen"