Kultur ist Transformation
Es ist natürlich für uns, regenerativ zu sein! Durch unsere Kultur, Werte und Normen geben wir dynamisch unsere Erkenntnisse und Ideen weiter. Aktiv und bewusst prägen wir so die Zukunft im Hier und Jetzt. Kultur ist also nichts Abstraktes – sie zeigt sich in unserem Alltag: wie wir sprechen, entscheiden, Konflikte lösen und miteinander Zeit verbringen.
Ein passendes Zitat von Maja Göpel, Transformationsforscherin: „Wir wirken immer, egal ob wir wollen oder nicht.“
Meine (innere) Kultur:
Was liegt echt, ganz praktisch und machbar in deinem Handlungskreis? Ein Spruch aus meiner Kindheit, den ich hin und wieder erinnere:
„Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“
Reinhold Niebuhr
Beispiele für transformative Gewohnheiten: Ehrlichkeit, Prozesse zulassen, immer wieder innehalten, Revolution der Langsamkeit, zyklisches Alltagsdesign mithilfe der 8 Schilde


Kultur in der Gruppe
Eine Friedenskultur ist kein Zufall ohne Zutun. Ein friedvolles Miteinander entsteht durch passende Räume, innere Intention, gemeinsames Lachen & Schmerz verdauen. Eine verbundene Kultur kann aktiv gebildet werden – mit den richtigen Zutaten. Dazu gehören beispielsweise:
- Kommunikations- und Entscheidungskultur aktiv ausprägen! Passende Werkzeuge sind: Soziokratie, systemisches Konsensieren, Themenzentrierte Interaktion.
- Phasenübergänge gestalten wie: Meilensteine würdigen * Projekte klar abschließen (z.B. gemeinsame Baustellenbegehung) * Veränderungen, wie das Ausscheiden von Gruppen-Mitgliedern feiern, und damit das neue, Unbekannte einladen.
- Kleber der Gemeinschaft: Humor (z.B.„running Gag“), gemeinsame Rituale (z.B. der „Wusch“ im Permakultur-Veranstaltungs-Kontext) und Erlebnisse wie eine Kartoffelerntefeier.


Neue Narrative erkunden
- Verantwortung übernehmen, und den gestalterischen Part in Dir ausleben. Was liegt Dir? Was sind deine Stärken? Welche Themen interessieren Dich? Was möchtest Du darüber hinaus lernen?
- Marinieren lassen, nicht alles muss sofort gelöst werden und so manches braucht Zeit zum reifen. Es ist wie bei deinem Körper: Du darfst aufhören, an Verletzungen zu kratzen. Vertraue auf das Timing und der Schorf fällt ab.
- Utopische Geschichten erzählen, die im kleinen Hier & Jetzt beginnen. Was wir heute bewusst leben, wird morgen selbstverständlich sein.
Aspekte aus dem Paper Regenerative Kultur der Lebendigkeit vom Pioneers of Change: Der Lebendigkeit folgen, Win-Win-Situationen anstreben, Präsenz praktizieren, Körper-Weisheit nutzen, Beziehung als Basis pflegen, zwischen Aktivität und Entspannung pendeln.1