Ambivalenzen und Übergänge
Unsere Welt ist skaliert zwischen Polen. Hitze und Kälte, Gesundheit und Krankheit, Schwarz und Weiß. Durch das Fließen zwischen den Gegensätzen können wir überhaupt wahrnehmen, empfinden und einordnen.
Die größte Lebendigkeit finden wir an Übergängen, dem große Muster der Randzonen. Dort, wo die Elemente Wasser, Feuer, Erde, Luft und Liebe aufeinandertreffen. An diesen Knotenpunkten entsteht reger Austausch und Neues, zwischen unterschiedlichen Habitaten. In sogenannten Multi-Habitat-Landschaften1 floriert das Leben und die Diversität, bietet noch mehr Nischen für Lebewesen.
Bsp: Waldrandzone, Flussaue, Seeufer.
Ein Übergang ist gleich eine Schwelle. Eine Zustandsveränderung im Prozess der Entwicklung kommt manchmal impulshaft, schnell und plötzlich, wenn ein Kippunkt erreicht wird. Oft schleichend und sich ankündigend.


Im Permakultur Design werden regelmäßig solche Muster genutzt, die mehrere unterschiedliche Zonen und Strukturen schaffen. Dadurch bilden sich ein Mikroklima-Mosaik für die Diversität, beispielsweise mit einer Sonnenfalle, einer Trockensteinmauer oder einem Hügelbeet.
In der Natur, bei Tieren und Pflanzen ist es wie bei Menschen: Manch eine Person mag gern in der prallen Sonne sitzen, andere suchen sich einen Schattenplatz. Holmgren-Prinzip3 No.10: Nutze und schätze die Vielfalt.
Schätze das Marginale!