Langfristiges Denken
Was genau heißt „langfristig“? Die Permakultur hat eine Idee dazu aufgegriffen: "langfristiges Denken" ist ein Zeitraum von 7 Generationen1. Das entspricht im Wald-Kontext ca. 500 Jahren, für uns Menschen eher 150 Jahren. Schau dich um und stelle dir vor: Wie wird der Platz, an dem Du gerade bist, in 7 Generationen, also ca.150 Jahren aussehen? Konstant bleiben die chemischen Bestandteile, wie Sauerstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und der ganze andere Sternenstaub.
Wir sind alle verbunden - das ist nicht nur ein wahres Gefühl. Wir leben auf demselben Planeten: statistisch waren die Phosphorteile in meinem Körper bereits 8000-mal in einem anderen Organismus verkörpert. Was ändert sich in deinen Gedanken, wenn Dir klar wird: Du teilst diese Benutzung und da kommt noch jemand nach dir auf der Toilette?
Langfristiges Denken
Benötigt Gehirnjogging-Fähigkeiten und bildet Vertrauen aus. Regeneration geschieht mit der nächsten Generation.
Konträres akzeptieren
Bei vielen Projekten ist es total unklar, ob diese Bestand haben werden, die Flächen dauerhaft genutzt werden können oder eine frisch gegründete Gruppe/ Initiative Bestand haben wird.
Plane mit der Klarheit!
Alles ist Veränderung! Das gibt Gelassenheit und die Möglichkeit der Sukzessionplanung.


Planen für Extreme:
Sri Lanka, 2019: Ein zerstörter Wassercontainer, zertrampelt von einem wutentbrannnten Elefanten. Immer häufiger führen aggressive Verhaltensweisen zu massiven Schäden. Die Dickhäuter reißen Zäune nieder, vernichten Ernte und das führt manchmal sogar zu tödlichen Zwischenfällen für Menschen. In dem Projekt, bei dem ich beteiligt war, haben wir gelernt, wie man sich effektiv verteidigt.
- Tiefe und sehr breite Gräben, Solarfackeln und Glocken an Bäumen als erste Verteidigungslinie.
- Rauchbomben aus getrockneten Chillis und Dung oder auch einen Haufen Müll verbrennen.
- Bienenstöcke an mögliche Eintrittspforten setzen, Elefanten mögen keine Bienen.
- Orangenbäume und andere Zitrusfrüchte gürtelförmig um Hütten und Felder anpflanzen.
Doch was liegt dem zugrunde?
Sri Lanka ist eine verhältnismäßig kleine Insel und der Mensch nimmt mehr und mehr Fläche ein. Den Elefanten bleibt immer weniger Raum und Nahrung übrig. Sie handeln aus purem Überlebensinstinkt.
Mein Fazit: Alles ist verbunden und bedingt einander. Nur wenn wir wirklich bewusst handeln und uns der Konsequenzen jeder einzelnen Person und Veränderung bewusst sind, können wir nachhaltig und resilient gestalten.
Wir haben es buchstäblich in der Hand.2