Carolin Herrlich · Herrliche Permakultur Copyright © 2025 Claudia Große Wiesmann. Licensed under CC BY-NC 4.0. Copyright © 2025 Claudia Große Wiesmann. License: CC BY-NC 4.0. https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/. Format: image/svg+xml. Date: 2025-02-25.

Leitfaden

Ein System zu erfassen, zu analysieren und perspektivisch für ca. 150 Jahre1 zu designen, ist komplex, aber nicht unbedingt kompliziert.
„Und wie fange ich an?“
Mit dem ethischen Kompass und Motivation einfach loszulegen, ist eine wirkungsvolle Grundlage - und reicht alleine nicht aus. Wenn wir naturnahe Systeme imaginieren und entwerfen, ist es sinnvoll ein Grundgerüst, sozusagen einen Fahrplan, zu haben. Dazu gibt es passende Prozessmodelle, entlehnt aus dem Projektmanagement, die uns einen Leitfaden bieten und so beim Gestalten unterstützen.

1. Ganzheitlich BEOBACHTEN

Mit den neugierigen Augen eines Kindes beobachten und mit allen Sinnen erfahren. Möglichst neutral wahrzunehmen schafft Verbindung: beispielsweise mit uns selbst, den Pflanzen und den Mitmenschen. So finden wir ganz einfach Möglichkeiten, Probleme und Zusammenhänge in den betrachteten Systemen. Beobachten entschleunigt und bildet die wohltuende Grundlage für unsere Gestaltung.2

2. Komplex DENKEN

...heißt nicht kompliziert. Aus unserer menschlichen und kulturell geprägten Perspektive können wir oft nicht alle Ursachen und Wirkungen sofort sehen. Es geht eher um ein systemisches Denken3, welches auch immaterielle & saisonale Faktoren mitbedenkt. Wenn wir vom großen Ganzen bis in kleinste Details schauen, können wir grundlegend und möglichst neutral analysieren. Das ist ein Fundament für echte, nachhaltige und kontextangepasste Lösungen.

1. Ganzheitlich Beobachten: Lupe mit Auge zoomt in eine Landschaft. 2. Komplex denken: stilisierter Kopf mit netzwerkartigen Gehirnaktivitäten
1. Ganzheitlich beobachten und 2. Komplex denken © Carolin Herrlich, 2026. CC-BY-SA-4.0.
3. Flexibel Planen: Sichtschutz als Qualität und mögliche Produkte, wie Zaun oder Totholzhecke 4. Handeln mit Ethikbewusstsein
3. flexibel planen (Beispiele: Qualität und 4 mögliche Produkte)) und 4. verantwortlich handeln! © Carolin Herrlich, 2026. CC-BY-SA-4.0.
3. Flexibel PLANEN

Die Planungs- oder auch Designphase ist geprägt von Entwürfen. Manchmal fühlt es sich magisch an: die Gegebenheiten lassen logische Schlüsse zu. Ideen „klicken“ genau an die richtige Stelle und auf einmal ergibt alles Sinn und findet seinen richtigen Platz im Ökosystem.
Wichtig ist eine Offenheit, den Erstentwurf nochmal zu überarbeiten und anzupassen. Das Leben geht seine eigenen Wege, Materialien sind auf einmal doch nicht zur Verfügung, dafür aber andere Möglichkeiten. Bleib dran, Du lernst mit jedem vertieften Prozess!

4. Ganzheitlich HANDELN

Durch die intensive Beschäftigung mit einem System ist es uns nun möglich, fundierte Entscheidungen zu treffen, die unserem ethischen Kompass dienen. Die Dinge werden oft einfach und klar. Ganzheitlich handeln bedeutet in der Permakultur: für die nächsten sieben Generationen, Tiere, Pflanzen, Pilze und Mineralien - zyklisch und resilient.

***** FEIERN! *****

"Die Dinge rund machen", Danke sagen. Deine soziale Qualitätszeit zelebrieren und genießen. Es gibt viele Gründe, bewusstes Feiern und Lächeln immer wieder einzuladen!!!